Weiden und Wasser

Die 2 Kühe, welche eine Familie im Durchschnitt  besitzt, sind eine wichtige Existenzgrundlage.

100 Kühe werden täglich in 3 Herden zusammengeführt und von Hirten auf die ca. 80 ha grosse Allmend in Argokhi geführt; dazu kommen Kühe aus dem Nachbardorf sowie Schafe, Pferde und Esel. Rund 30% der Fläche ist verbuscht. Der Druck auf das Weideland nimmt zu, weil mehr Flächen umgepflügt werden. Die Überweidung, Sommertrockenheit und Verbuschung lassen das Gras verkümmern und es fehlen gute ertragreiche Futterpflanzen. Die Weiden werden seit Jahren nicht mehr gesäubert, weil es keine einsatzfähigen Maschinen und Geräte mehr gibt.

Geplant ist ein Weidemanagement und Wassertröge für die Kühe.

Ein grosses Problem in Argokhi ist die Trinkwasserversorgung. Obwohl das Wasserreservoir oberhalb des Dorfes gefüllt ist mit frischem Wasser aus den Bergen, wird das Trinkwasser im Dorf rationiert. Die alten Leitungen sind brüchig und überall tritt Wasser aus, bahnt sich seinen Lauf auf den Wegen und vermischt sich mit dem Abwasser aus den Haushalten.

Wir möchten deshalb auf unseren Grundstücken Brunnen bauen, damit wir während der heissen Jahreszeit die Gärten und das Gewächshaus bewässern können.

Wohnhäuser

Momavlis Mitsa ist in Besitz von zwei Liegenschaften: das Rosenhaus (oben) und das Vereinshaus. Ein drittes Haus, das Kräuterhaus (unten) wurde gemietet. Das Rosenhaus liegt an der schönsten Lage oberhalb des Dorfes und bedarf einer umfangreichen Renovation. Zum Rosenhaus gehören ein Hain mit Obstbäumen und ein Rosenfeld.

Das Vereinshaus und das Kräuterhaus wurden sanft renoviert. Das Kräuterhaus hat eine neue Drainage bekommen.

Der Hofplatz des Vereinshauses wurde befestigt und eine grosse solide Holzscheune für die wertvollen Landmaschinen gebaut. Der Lagerplatz für Getreide  wurde erweitert und ein Silo gebaut.


Tsiteli doli

ist eine alte georgische Weizensorte, die auch für Allergiker gut verträglich ist. Momavlis Mitsa baut Tsiteli Doli auf eigenen und gepachteten Flächen an. Das Korn wird in der eigenen Steinmühle auf dem Hof gemahlen. Sauerteigbrote und Gebäck werden im Holzofen für den Markt und für den Eigenbedarf gebacken. Ziel ist es, mehr Saatgut zu produzieren, für den eigenen Bedarf aber auch für Bauern aus anderen Regionen.

Im Juni 2015 hat ein Hagelsturm 5 Tonnen Saatgut vernichtet.

Im Juni 2016 konnten 13 Tonnen Weizen eingefahren werden.


Gründung einer TIERHALTER Kooperative

Im Herbst 2017 soll in Argokhi eine weitere Kooperative von Tierhaltern gegründet werden. Zuvor müssen viele Fragen auf den Tisch und ausdiskutiert werden. Nach den Erfahrungen der sowjetischen Kolchose-Wirtschaft ist man noch skeptisch. Zwar werden die Frauen der CHADUNA Frauen Kooperative erstmal kritisch beobachtet, doch von ihren Erfahrungen mit den Behörden können die Tierhalter lernen.

Teile der 30 Hektare Land soll für den Futteranbau und als Weideland genutzt werden, damit die Kühe auch im Winter Milch geben.